Radeburg, Meißen 18.05.2026: Der Kompetenzverbund Alterstraumatologie Elbtal ist der erste zertifizierte alterstraumatologische Verbund seiner Art in Ostdeutschland. Der Kompetenzverbund ist eine einzigartige Kooperation und vernetzt geriatrische und unfallchirurgisch-orthopädische Expertise an vier Standorten mit dem Fokus auf Mobilität, Lebensqualität und Selbstbestimmung älterer Menschen. In dem Kompetenzverbund Alterstraumatologie Elbtal kommen Traumaexpertise und Fürsorge zusammen. Dieser wurde nun von Geri-Zert zertifiziert.
Bei dem Kompetenzverbund Alterstraumatologie Elbtal handelt es sich um einen Verbund zweier gleichberechtigter Partner mit insgesamt vier Kliniken. Dieser Zusammenschluss der Fachkliniken Radeburg und der ELBLANDKLINIKEN ist in Ostdeutschland einzigartig und wurde auf der Grundlage einer mehr als 30-jährigen vertrauensvollen Zusammenarbeit der beiden Partner institutionalisiert. Er verknüpft die enge Verzahnung geriatrischer und orthopädisch-unfallchirurgischer Expertise an vier Klinikstandorten. Mit dieser Versorgungsstruktur wird die bestmögliche Betreuung hochaltriger Menschen nach Frakturen, Operationen oder anderen traumatologischen Ereignissen – lokal wie überregional – sichergestellt. Der Kompetenzverbund bietet älteren Menschen eine innovative Versorgung für ein aktives Alter und eine schnelle Rückkehr in die Mobilität nach Traumaereignissen.
Kompetenz schafft Sicherheit
Der Verbund Alterstraumatologie Elbtal wurde nun als alterstraumatologisches Zentrum gemäß den Vorgaben des Zertifikats „atz – alterstraumatologisches Zentrum“, herausgegeben vom Bundesverband Geriatrie e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie e.V., zertifiziert. Die unabhängigen Auditoren von Geri-Zert prüften, dass alle definierten Qualitätskriterien erfüllt sind, die ein interdisziplinäres Netzwerk für ältere Unfallpatienten auszeichnen. Dabei steht die Förderung von Mobilität und Selbstständigkeit ebenso im Fokus wie die Vermeidung dauerhafter Pflegebedürftigkeit – ein wichtiger Beitrag zur Kontrolle steigender Pflegekosten. Damit setzt der Kompetenzverbund Elbtal die Leitgedanken des Bundesverband Geriatrie e.V. zielführend für ältere Menschen in der Praxis um.
„Die demographische Entwicklung nehmen wir als Herausforderung an. Unsere gemeinsame Motivation ist es, Patientinnen und Patienten wieder mobil zu machen, damit sie letztlich in ihre gewohnte Umgebung zurückkehren können,“ erläutert Professor Dr. med. Lorenz Hofbauer, Ärztlicher Direktor der Fachkliniken Radeburg und Co-Sprecher des Kompetenzverbunds. Dabei betont er die patientenzentrierte Ausrichtung des neuen Zentrums: „Wir haben die Lebensqualität und Selbstbestimmung unserer Patientinnen und Patienten stets im Blick. Der entscheidende Punkt in dem Kompetenzverbund ist die enge Zusammenarbeit und der damit ermöglichte zeitnahe Einstieg in die Rehabilitation nach einer Operation. Durch diese Frührehabilitation können wir betroffene Personen wieder schnell mobilisieren und ihnen Lebensqualität zurückgeben. Die zertifizierte Expertise in unserem Team steht dabei nicht nur der Region, sondern auch überregional zur Verfügung.“
Wo Traumaexpertise und Fürsorge zusammenkommen
Auch Dr. med. Jaroslaw Pyrc, Chefarzt des ELBLANDZENTRUM für Orthopädie und Unfallchirurgie der ELBLANDKLINIKEN in Meißen und Radebeul und Co-Sprecher des Kompetenzverbunds, hebt die Erfolgskomponente der Kooperation hervor: „Die offene und konstruktive Zusammenarbeit beider Partner ist für uns ein Erfolgsmodell. Die kombinierte Expertise aus Geriatrie und Orthopädie/ Unfallchirurgie an vier Standorten ist etwas ganz Besonderes.“
PD Dr. med. Moritz Brandt, Chefarzt der Klinik für Neurologie und Geriatrie am ELBLANDKLINIKUM Meißen, ergänzt: „Nur durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit können wir der notwendigen ganzheitlichen medizinischen Versorgung von Patienten im höheren Lebensalter gerecht werden. Im Zentrumsverbund schaffen wir Synergien, die in erster Linie zu einer besseren Versorgungsstruktur unserer Patienten beitragen, darüber hinaus aber auch die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter sowie die Zusammenarbeit mit dem ambulanten Sektor stärken.“
Die Partner bündeln damit unterschiedliche Fachkompetenzen: In Radeburg steht die Geriatrie im Vordergrund, in Radebeul und Riesa die Orthopädie und Unfallchirurgie, und in Meißen arbeitet ein interdisziplinäres Team aus Unfallchirurgen und Geriatern eng zusammen.
Dirk van den Heuvel, Geschäftsführer des Bundesverbands Geriatrie e.V., würdigt die hohe Bedeutung der geriatrisch-unfallchirurgischen Zusammenarbeit: „Der Kompetenzverbund Alterstraumatologie Elbtal greift zentrale Punkte für eine zukunftsfähige geriatrische Versorgung auf. Es wird deutlich, wie durch die enge Verzahnung von Geriatrie und Unfallchirurgie auch mehrerer Kliniken unterschiedlicher Träger eine bestmögliche Versorgung älterer Menschen erreicht werden kann. Als Verband begrüßen wir solche in die Zukunft gerichteten Versorgungsstrukturen sehr.“
Die nationale Zertifizierung unterstreicht die Bedeutung solcher integrativen Versorgungsstrukturen gerade angesichts des demografischen Wandels und steigender Fallzahlen älterer Unfallpatienten.
Über die Fachkliniken Radeburg
Die Fachklinken Radeburg sind ein Unternehmen im Recura Verbund. Zu den Fachkliniken Radeburg gehören die geriatrische Rehabilitationsklinik und ein geriatrisches Akutkrankenhaus. Sie sind einer der größten und renommiertesten Anbieter im Bereich klinischer Geriatrie in Sachsen. In Kooperation mit der Universitätsklinik Dresden entstand ein Zentrum für Altersmedizin. Die Fachkliniken Radeburg sind Zentrum für Altersmedizin im Freistaat Sachsen und seit 2023 ein Lehrkrankenhaus der TU Dresden.
Über die ELBLANDKLINIKEN Stiftung
Die ELBLANDKLINIKEN sind die größte und medizinisch führende kommunale Klinikgruppe in Sachsen. Mit circa 3.000 Mitarbeitern zählt sie zu den größten Arbeitgebern der Region.
Die medizinische Versorgung durch die ELBLANDKLINIKEN an den drei Klinikstandorten in Meißen, Radebeul und Riesa wird ergänzt durch die Rehabilitationsklinik in Großenhain mit angeschlossenem Facharztzentrum, eine Tochtergesellschaft im ambulanten Sektor mit sieben Medizinischen Versorgungszentren bei mehr als 25 Facharztpraxen, den Ambulanten Pflegedienst der ELBLANDKLINIKEN am Standort Radebeul sowie diverse Tochtergesellschaften für Labor, Sterilgut-Versorgung und Service- und Logistik-Dienstleistungen. Die enge Vernetzung aller Häuser und klinikübergreifende Wechselseitigkeit in inhaltlicher wie räumlicher Nähe fördert und optimiert die medizinische Versorgung in unserer Region.
Zum Bild: Team des Kompetenzverbund Alterstraumatologie Elbtal (v.l.n.r.): Oberarzt Michael Gatzsche (ELBLANDKLINIKEN), Steffi Vogel (Auditorin, GeriZert), Jörgen Weber (Leiter Qualitätsmanagement ELBLANDKLINIKEN), Benjamin Becker (Verwaltungsdirektor ELBLANDKLINIKUM Radebeul), Iris Große (Referentin der Geschäftsführung und des ärztlichen Direktors FGR), Susanne Bauer (Qualitätsmanagement ELBLANDKLINIKEN), Oberärztin Dr. Susanne Giesenberg (ELBLANDKLINIKEN), Chefarzt Dr. Jaroslaw Pyrc (ELBLANDZENTRUM für Orthopädie und Unfallchirurgie der ELBLANDKLINIKEN in Meißen und Radebeul), Rainer Zugehör (Vorstand ELBLANDKLINIKEN), Bianca Svoboda (Pflegedirektorin ELBLANDKLINIKUM Meißen), Chefarzt Dr. Holger Sebastian (Ärztlicher Direktor ELBLANDKLINIKUM Meißen), Chefarzt Dr. Roland Alexander Benedikt Magerstädt (Fachkliniken Radeburg), Prof. Dr. Lorenz Hofbauer (Ärztlicher Direktor Fachkliniken Radeburg), Dr. Laura Johanna Görgens (Geschäftsführerin Fachkliniken Radeburg), Chefarzt Dr. Moritz Brandt (Neurologie ELBLANDKLINIKUM Meißen), Dr. Matthias Hagen Lakotta (Geschäftsführender Direktor Recura Kliniken SE).
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